Zur Startseite


"Containertagebuch 5"

Berichte
des Norderstedter Hausarztes
Ernst Soldan über seine Arbeit
mit Geflüchteten und Obdachlosen

   
   
   
       
16.11.15  

Meine Lieblingsdolmetscherin H. (nicht nur weil sie Farsi UND Arabisch spricht und damit fast unser gesamtes Klientel abdeckt) ist richtig krank und fällt mindestens 2 Wochen aus. Ihr Arabisch-Vertreter ist ein junger Flüchtling – bemüht, aber selber erst ein Jahr in Deutschland.

   
         
    Mit Farsi hakt es noch mehr, bis etwa gleichzeitig eine deutsch-türkische Krankenschwester und ein afghanischer Flüchtling eintreffen, der längere Zeit in der Türkei verbracht hat – Türkisch als Brückensprache, das ist mal was Neues. Wobei da jetzt zahlreiche mir vertraute Brocken dabei sind und mir auffällt, wie viele gemeinsame Wörter es in diesen beiden Sprachen gibt.    
         
   

Medizinische Herausforderungen gibt’s heut nicht, zumal mich ein Kollege unterstützt. Er ist neu dabei und guckt erst mir über die Schulter, und dann ich ihm. Zwischendrin bemühe ich mich, für ein syrisches Kind mit dicker Oberkiefervereiterung eine arabisch sprechende Begleitung zu organisieren, damit es in der Kieferklinik behandelt werden kann – am Ende hab ich eine deutsche Begleiterin und eine Liste mit 3 Telefondolmetschern.

   
         
   

Unterdessen verdichtet sich das Gerücht eines baldigen Umzugs aus dem Container ins benachbarte Bieber-Haus, allein ich glaub das erst wenn wir drin sind.

Aber die Chancen, dass es früher sein wird als dass die Elb-Philharmonie fertig wird, stehen gut.

   
       
    Bis demnächst !    
         
    Der Soldan-Bericht 5 als PDF zum Download: ——>   Klick hier!
   

Zum Inhaltsverzeichnis (Liste) ——>

Zur Eingangsseite ——>

 

klick hier!

klick hier!

   
   
Letzte Änderung:
31/12/17


Impressum – Haftungsausschluss